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In vielen modernen Bürogebäuden findet man heute Verglasungen vor sogenannten Lufträumen. Hier besteht besonderes Absturzrisiko, welches besondere Anforderungen an die Verglasungen mit sich bringt. Diese besonderen Verglasungen wurden gemäß den "Technischen Regeln für die Verwendung von Absturzsichernden Verglasungen" entwickelt, um schwere Unfälle zu verhindern. Diese Regeln wurden inzwischen durch die allgemeingültige DIN-Norm DIN 18008-4 abgelöst, umgangssprachlich werden derartige Verglasungen allerdings nach wie vor als TRAV Verglasung bezeichnet.

TRAV Verglasungen sollen eine Resttragfähigkeit bieten. Im Ernstfall müssen die Verglasungen einen starken Aufprall standhalten, damit es nicht zur Gefährdung von Gesundheit oder Leben kommt.  Doch Verglasungen von LEHNERT erfüllen nicht nur strenge Sicherheitsvorschriften, sondern fügen sich auch nahtlos in moderne Architektur ein. Derartige Technologien gewährleisten Schutz ohne Einbußen bei der Ästhetik. Daher ist eine TRAV Verglasung neben der optischen Aufwertung immer eine Investition in die Sicherheit und das Wohlbefinden der Menschen, die sich in oder um diese Gebäude befinden.

Die Vorteile einer TRAV Verglasung liegen auf der Hand. Aber ab wann ist eine TRAV Verglasung wirklich erforderlich? Wir möchten Ihnen mit diesem Blogbeitrag eine Orientierung bieten, die Ihnen weiterhilft, die richtige Entscheidung zu treffen, ab wann eine TRAV Verglasung für Ihre Ansprüche sinnvoll ist.

 

 
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Was ist eine TRAV Verglasung?

Sicherheit ist für moderne Architektur von entscheidender Bedeutung, insbesondere für Glaskonstruktionen. Die absturzsichernde TRAV Verglasung ist ein wichtiger Aspekt, um die Sicherheit zu gewährleisten, wenn für Personen ein Absturzrisiko besteht - innerhalb und außerhalb von Gebäuden. Diese Art der Verglasung wird insbesondere dann verwendet, wenn herkömmliches Glas eine Sicherheitsgefahr darstellen könnte.

Die TRAV Verglasung gibt die Sicherheitsstandards vor, die Personen vor Abstürzen schützen sollen. Einsatz findet die Technik daher in Bürogebäuden oft bei einzelnen Brüstungselementen, Balkonen, Glasböden, Treppenhäusern oder Fassaden. Die Industrie schützt mit Hilfe der TRAV Verglasung nicht nur das Personal, sondern auch Maschinen und Fertigungsbereiche, die für wichtige Produktionsschritte essenziell sind. Auch für Geländer oder Brüstungen ist diese Technik sehr gut geeignet.

Merke:

Um Unfälle in absturzgefährdeten Bereichen zu verhindern, ist die TRAV Verglasung ein wichtiger Sicherheitsaspekt bereits bei der Bauplanung. Beim Einsatz muss die Tragfähigkeit ausschließlich über die Verglasung gewährleistet sein.

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Die Eigenschaften einer TRAV Verglasung

Die TRAV Verglasung ist mehr als nur eine eingespannte Einfachverglasung oder ein Mehrscheiben-Isolierglas. Sie ist ein innovatives Sicherheitssystem. Zur Anwendung kommen spezielle Glaselemente, die so konstruiert sind, dass sie Personen vor dem Absturz schützen können, selbst wenn ein Glaselement zerbrochen ist.

Statisch beanspruchte TRAV Verglasungen haben zahlreiche Vorteile. Dazu zählen:

  • Eine hohe Bruchfestigkeit
  • Eine lange Resttragfähigkeit nach einer Beschädigung
  • Eine zusätzliche Laminierung für weitere Tragfähigkeit

Expertentipp:

Wenn Sie sich für eine TRAV Verglasung entscheiden, sollten Sie auf das Vorhandensein von Prüfzeichen achten. Sie bestätigen, dass das Produkt den TRAV Standards entspricht und Nachweise der Tragfähigkeit unter statischen und stoßartigen Einwirkungen besitzt. Typische Zertifizierungen erfolgen etwa nach den Normen DIN 18008 und EN 12600. Auch eine CE-Kennzeichnung sollte Bestand haben.

 

Gesetzliche Vorschriften und Richtlinien

Die Installation von TRAV Verglasungen ist sowohl eine gesetzliche Verpflichtung als auch eine Frage der Sicherheit. Wann und wo diese Sicherheitsverglasungen notwendig sind, wird von verschiedenen Bauvorschriften und Normen festgelegt. Bei Nichtbeachtung kann das zu rechtlichen Konsequenzen führen können. Die DIN 18008-4 sowie die Landesbauordnungen regeln die Bemessungs- und Konstruktionsregeln für Glas im Bauwesen.

Die Norm legt detailliert fest, welche Vorschriften für die Planung, Bemessung, Konstruktion und Ausführung von Verglasungen erfüllt werden müssen, um Personen vor dem Einbruch durch das Glas zu schützen. Die Tragfähigkeit der Verglasung muss so sein, dass Personen bei einem Glasbruch nicht durchbrechen können. Einsatzbereiche der TRAV Verglasung werden je nach Absturzrisiko in verschiedene Kategorien eingeteilt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von privaten Anwendungen bis hin zu Bürogebäuden, Industriehallen und öffentlichen Bereichen mit vielen Menschen.

Die Norm definiert außerdem die Prüfverfahren, die angewendet werden müssen, um die Eignung der Verglasung als absturzsicherndes Element zu bestätigen. Außerdem darf es beim Bruch keine herabfallenden Bruchstücke oder Splitter geben. Auch Vorgaben für die Montage werden durch die Norm definiert. Um die dauerhafte Funktionstüchtigkeit der absturzsichernden Verglasungen zu gewährleisten, gibt die Norm außerdem Hinweise zur Wartung und Instandhaltung der TRAV Verglasung.

 

Wann wird eine TRAV Verglasung notwendig?

Um festzustellen, ob eine TRAV-Verglasung notwendig ist, müssen bestimmte Kriterien untersucht werden. Die Art des Gebäudes, die Verwendung und die Position der Verglasung bestimmen diese. Es wird festgestellt, ob eine TRAV-Verglasung erforderlich ist, indem die potenziellen Risikobereiche in Gebäuden untersucht werden, in denen Personen durch Glas abstürzen könnten. Dies umfasst Bereiche wie Balkone, Treppenhäuser, Atrien und Fenster mit bodentiefem Glas.

Gemäß der DIN 18008-4 müssen Bereiche mit einer absturzsichernden Verglasung ausgestattet sein, wenn ein Absturz schwere Verletzungen verursachen könnte. Architekt*innen und Bauingenieur*innen bewerten die Gebäudepläne, um festzustellen, wo solche Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind. Durch ihre Bewertung wird sichergestellt, dass die Verglasung den gesetzlichen Sicherheitsvorschriften entspricht und die Sicherheit der Menschen vor Ort gewährleistet.

Kriterien für die Ermittlung des Bedarfs sind etwa:

  • Die Höhe über dem Boden
  • Die Zugänglichkeit für Personen
  • Das potenzielle Absturzrisiko

 

 

 
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Umsetzung und weitere Vorteile

Die Wirksamkeit einer TRAV Verglasung hängt davon ab, dass sie korrekt implementiert wird. Durch einen fachkundigen Einbau wird sichergestellt, dass die Verglasung im Notfall ihre Schutzfunktion erfüllt. Die Vorteile umfassen nicht nur die Sicherheit, sondern sie integrieren sich auch ästhetisch in das Gebäudedesign.

Weitere Vorteile der TRAV Verglasung liegen auch beim Einsatz von Trennwandsystemen, Fenster und Türen auf Büroflächen oder in Industrie- und Produktionsbereichen. Sie garantieren nicht nur Sicherheit, sondern bieten durch die Glasflächen auch Transparenz und Einsicht. So ist es zum Beispiel möglich, durch großzügige Verglasungsflächen den Bereich einer Fertigungshalle auch aus den angrenzenden Bürobereichen gut im Blick zu behalten - mit absturzsichernden TRAV Verglasungen auch aus den oberen Stockwerken  

 

FAQ

Wann ist eine TRAV Verglasung gesetzlich vorgeschrieben?

TRAV Verglasungen sind immer dann erforderlich, wenn in Gebäuden Bereiche existieren, in denen ein Absturzrisiko durch Glas besteht. Dies betrifft insbesondere Orte wie Balkone, Treppenhäuser, Atrien und bodentiefe Fenster. Die genauen Vorschriften werden durch die Landesbauordnungen und insbesondere die DIN 18008-4 geregelt, welche die Anforderungen an die Planung, Bemessung und Ausführung von absturzsichernden Verglasungen festlegt.

Was sind die Vorteile einer TRAV Verglasung?

Die Hauptvorteile einer TRAV Verglasung liegen in ihrer hohen Bruchfestigkeit und der Fähigkeit, auch nach einer Beschädigung eine Resttragfähigkeit zu bieten. Dies gewährleistet, dass Personen selbst bei einem Glasbruch vor einem Absturz geschützt sind. Zudem integriert sich die TRAV Verglasung ästhetisch in moderne Architektur und bietet neben Sicherheit auch Schutz vor Beschädigungen und eine klare Trennung von Bereichen.

Wie wird der Bedarf einer TRAV Verglasung ermittelt?

Der Bedarf einer TRAV Verglasung wird durch eine sorgfältige Bewertung der Gebäudepläne und der potenziellen Risikobereiche ermittelt. Architekt*innen und Bauingenieur*innen prüfen, ob und an welchen Stellen im Gebäude eine absturzsichernde Verglasung notwendig ist. Kriterien wie die Höhe über dem Boden, die Zugänglichkeit für Personen und das potenzielle Absturzrisiko spielen dabei eine entscheidende Rolle.